Fünf Regeln zur Zivilcourage

Wer mit einer Notsituation konfrontiert wird, muss schnell handeln! Die folgenden fünf Merksätze erleichtern couragiertes Handeln. 
Wenn du magst, kannst du die fünf Finger deiner Hand als Merkhilfe einsetzen.


1. Beobachte genau.

Nimm deinen Daumen als Merkhilfe: der TOP-Tipp!

  • Beobachte genau.

Beobachte genau das Geschehen, um die Situation einzuschätzen.

  • Präge dir Tätermerkmale ein. Du kannst dafür eine Zeugenkarte zur Hilfe nehmen oder dein Smartphone als Notizblock nutzen.
  • Bleibe auf jeden Fall am Ort des Geschehens, damit die Polizei dich später befragen kann. So unterstützt du aktiv die Aufklärung des Falls und hilfst mit, weitere Taten zu verhindern.
  • Auch ist es wichtig das Opfer nicht alleine zu lassen.

2. Hilf ohne dich selbst zu gefährden.

Nimm deinen Zeigefinger als Merkhilfe: darauf ist besonders zu achten!

  • Helfe ohne dich selbst zu gefährden.

Jeder kann helfen. Auch du! Und jeder steht dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

  • Sei wachsam und organisiere Hilfe. Achte dabei auf genügend Abstand zwischen Täter bzw. der Gefahr und dir selbst.
  • Spreche den Täter nicht an. Falls es unvermeidbar sein sollte, sieze unbedingt den Täter, um verbale Distanz zu schaffen. Dadurch wird bei Außenstehenden die Bereitschaft zur Mithilfe erhöht, denn Siezen macht deutlich, dass du keine persönliche Beziehung zum Täter hast.

3. Wähle Notruf 110.

Nimm den Mittelfinger als Merkhilfe: fahre die Antenne aus und wähle 110!

  • Wähle Notruf 110.

Über den kostenlosen Notruf 110 erreichst du direkt die Polizei. Du kannst aber auch die Feuerwehr/ Rettungsdienst mit der Nummer 112 rufen. Du wirst immer entsprechend weitergeleitet. Im Zweifelsfall gilt die Grundregel: „Lieber einmal zu viel die Polizei gerufen als einmal zu wenig.”
Du hast nichts zu befürchten, wenn sich die Situation später doch als harmlos herausstellt.

Wichtig bei einem Notruf sind folgende Angaben/W-Fragen:

Was ist passiert?

Wo ist der Einsatzort und wo befindet sich der/die AnruferIn?

Wie viele Menschen sind beteiligt bzw. verletzt? Wie groß ist der Schaden?

Wann ist der Vorfall geschehen?

Wer meldet den Vorfall?

Warten auf Rückfragen.


4. Fordere andere direkt zur Mithilfe auf.

Nimm deinen Ringfinger als Merkhilfe: der Kreis schließt sich wie ein Fingerring, so reihen sich die Umstehenden ein und verbünden sich!

  • Fordere andere direkt zur Mithilfe auf.

Hilfreich ist es, wenn möglichst viele sich verbünden. Denn gemeinsam zu helfen ist effektiver und sicherer.

  • Indem du Personen direkt ansprichst, wie z. B. „Sie mit der grünen Mütze, rufen Sie bitte die Polizei!” steigt die Wahrscheinlichkeit zur Mithilfe umstehender Personen.
  • Eine weitere Person könnte sich um das Opfer kümmern bis die angeforderte Hilfe eintrifft.
  • Wenn die Situation es erlaubt, bitte jemanden die Situation zu filmen oder zu fotografieren. 

5. Kümmere dich um das Opfer. 

Nimm deinen kleinen Finger als Merkhilfe: auch wer klein ist  kann Opferhilfe leisten und diese ist keinesfalls unbedeutend!

  • Kümmere dich um das Opfer.

Schwebt das Opfer in Lebensgefahr wende sofort erste Hilfemaßnahmen an!

  • Handle schnell, sofern du dich nicht in Gefahr begibst.
  • Insbesondere wenn das Opfer unter Schock steht oder große Angst hat, bleibe so lange beim Opfer und rede ihm/ihr gut zu, bis Hilfe eintrifft.
    Beispielsweise kannst du sagen, dass ein Krankenwagen unterwegs ist. Das ist beruhigend.

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